Die Donaukommission hielt vom 25. – 26. November 2021 den 8. METEET-Workshop/Webinar für die Ukraine ab

Der 8. METEET-Workshop für die Ukraine fand in Form eines Webinars  vom 25. bis zum 26. November 2021 statt. Das Sekretariat der Donaukommission (DK) stellte in seiner Funktion als Gastgeber die Kommunikationsmittel (Plattform Interactio) zur Verfügung. Zur Gewährleistung einer bestmöglichen Kommunikation zwischen den Teilnehmern und Vortragenden des Workshops wurde auch eine Simultanverdolmetschung Englisch-Ukrainisch-Englisch bereitgestellt. Wie üblich beinhaltete der Workshop einen umfassenden Teil zu den Themen Verkehrspolitik und Umweltschutz im Bereich der Umsetzung integrierter Projekte auf den Binnenwasserstraßen. Es wurden Vorschläge für Projekte und Fallstudien basierend auf österreichischen und serbischen Projekten vorgestellt. Das virtuelle Projekt wurde von den Vortragenden an die Bedingungen der Donau und laufende Projekte in der Ukraine angepasst.

Etwa 75 Vertreter von verschiedenen Regierungsinstitutionen, privaten Unternehmen, Baggerfirmen, EU-finanzierten Projekten und andere Partner nahmen am Webinar teil. Es wurde von der Donaukommission in ihrer Funktion als Gastgeber eröffnet und auch die Europäische Kommission sowie Mitglieder des Lenkungsausschusses sprachen Grußworte. Das Infrastrukturministerium der Ukraine stellte die ukrainischen Fortschritte bei der Umsetzung der EU-Gesetzgebung in Bezug auf die Binnenschifffahrt vor. Die ukrainische Behörde der Seehäfen sprach von großen Baggerarbeiten und -projekten auf den Binnenwasserstraßen der Ukraine.

Die Gespräche führten zu einer Schlussfolgerung bezüglich der Rolle der Regierungsinstitutionen (Infrastrukturministerium der Ukraine, Ministerium für Umwelt und natürliche Ressourcen der Ukraine, die ukrainische Seehafenbehörde) und der Bedeutung einer besseren Zusammenarbeit zwischen diesen Institutionen in Anbetracht ihrer Schlüsselfunktion als Verantwortliche für eine effiziente Instandhaltung, Instandsetzung und Modernisierung der Fahrrinne.

Neben allgemein gehaltenen Diskussionen zu Fragen über ein Umweltevaluierungsverfahren, Kriterien zur Projektierung von Plänen, Projekte und nationale Entwicklungsprogramme wurden auch Fragen verschiedener Nutzungsmöglichkeiten der Aushuberde, der Vergütung der Erde und anderer Maßnahmen zum Schutz von bedrohten Arten in den Naturschutzgebieten der Ukraine behandelt. Vertreter der ukrainischen Umweltabteilung betonten auch, wie wichtig es sei, Forschungseinrichtungen in die Zusammenarbeit und Entwicklung von Umweltschutzmaßnahmen für langfristig ausgerichtete Überwachungsprogramme der Biodiversität in Bezug auf geschützte Arten einzubeziehen. Dabei lag der Fokus auch auf der Vorbereitung und Umsetzung eines umfassenden Umweltmonitorings in den Fahrrinnen nach dem Vorbild der Tiefwasserfahrrinne im ukrainischen Teil des Donaudeltas.

Die Vertreter der EU-finanzierten Projekte in der Ukraine: DTP DIONYSUS und Dnipro Transport Development, die am METEET-Workshop teilnahmen, betonten die Bedeutung solcher Initiativen und hoben hervor, wie wichtig es sei, ein besseres Verständnis des europäischen rechtlichen Rahmens im Bereich Umweltschutz und der Bewertung von Umwelteinflüssen zu haben, um eine bessere Miteinbeziehung aller Stakeholder zu gewährleisten.

Die Liste der Präsentationen und anderer Dokumente des 8. METEET-Workshops finden Sie untenstehend: